Methoden sind ja stets Krücken, das Wesentliche ist ja meist verborgen und keine Methode kommt - meiner Erfahrung nach - an die Komplexität und die Multikausalität der Realität heran. Aber genau dieses Verborgene, die ursächlichen Zusammenhänge, sind es, welche erforscht werden wollen und als Korrelat in Form von Symptomen ans Licht drängen.

Ich richte somit meinen Blick nicht auf das Symptom (so werden Sie hier keine Aufzählung von unterschiedlichen behandlungswürdigen Symptomen finden) sondern auf dessen Funktion im Bezugssystem. Somit ist für mich das System betrachtungswürdig. Die meist subtil verwobenen Zusammenhänge stehen daher im Zentrum meiner forschenden und praktischen Arbeit.

Die vornehmste Methode ist meiner Erfahrung nach die Aufstellungsarbeit. Hier werden die dem System zugrunde liegenden Ordnungen und Dynamiken sichtbar und vor allem erfahrbar gemacht. Keine theoretischen Analysen über wieso und warum bringen Lösungen hervor. Oft führt dies eher dazu, dass Probleme pathologisiert werden und sich Positionen verhärten.

Im Spannungsfeld der Polaritäten von "gut" und "böse" gibt es für mich nur eine Instanz, welche diese er-tragen und harmonisieren kann – unser Herz. Durch das Sehen und Erfahren der unbewussten Bewegungen in der Tiefe eröffnen sich uns oft Einsichten in Zusammenhänge, die unser Herz wieder weit werden lassen, wo es zuvor vielleicht eng und hart war. Bestimmte Ereignisse und Erfahrungen verlieren aus diesem Blickwinkel betrachtet nach und nach ihren traumatisierenden Effekt und verleihen uns hierfür als Geschenk bestimmte Gaben und Kompetenzen.

Neben den Mechanismen, die uns menschliche Wesen im Sinne der Gemeinschaft in gewisser Hinsicht zusammenhalten, steht auch jeder Einzelne darin vor bestimmten Aufgaben und Herausforderungen. Diese individuellen Bedürfnisse nach Zugehörigkeit können mit dem kollektiven Bewusstsein der Gemeinschaft, welches nach Vollständigkeit strebt, im Widerspruch stehen, wodurch es zu Konflikten und Disharmonien in dem jeweiligen Bezugssystem kommen kann.

Individuelles Wachstum gelingt, wenn dieses in Verbindung und somit im Einklang vollzogen wird. So finden wir zu unserem ureigenen Platz zurück, wo wir am kraftvollsten sind und uns in vollem Vertrauen dem Fluss des Lebens überlassen.